Hybride Arbeit: So gelingt ein virtueller Jahresauftakt, um kraftvoll ins Jahr zu starten

Unser fünfter Tipp befasst sich damit, wie ein Online-Jahresauftakt gut gelingt, um im gesamten Team mit guter Energie ins Neue Jahr zu starten. Wir geben Euch ein paar Tipps für Kick-Off Workshops und Termine

Wir, das sind Birgit Ströbel und Kim Wlach aus dem Berg & Macher Kollektiv und wir haben Euch in den letzten Artikeln Tipps rund um die hybride Arbeit gegeben. Wir runden die Artikelserie ab mit unserem fünften Tipp, der für den kommenden Jahresanfang besonders relevant ist.

Wie gestalte ich einen virtuellen Jahresauftakt mit dem Team?

Ein intensives Jahr geht jetzt mit wohlverdienten Weihnachtsferien zu Ende – in den meisten Unternehmen läuft jedoch die Planung 2021 auf Hochtouren. Wie kann in Corona Zeiten ein virtueller Jahres-Kick-Off zu einem kraftvollen Start ins Jahr werden? Wir geben Euch ein paar Tipps zur Inspiration.

Schafft eine solide Grundlage mit einem partizipativen Workshop zu euren Kernthemen

Birgit: „Der beste Zeitpunkt, um mit frischer Energie gemeinsam an den Kernthemen des Jahres zu arbeiten, ist der Jahresbeginn. Hier kann in gemischten Teams gemeinsam die Roadmap für das Jahr entwickelt werden: z.B. strategische Ziele oder in den Bereichen Marketing und Vertrieb auch die Umsatzziele und Ziele zur Neukundengewinnung.

Wenn ihr den Tag in eine thematische Erarbeitung vormittags und nachmittags unterteilt, dazwischen Zeit für Auflockerungen und Erlebnisse im Team einplant – dann startet ihr motiviert und mit gutem Spirit ins Jahr.“

Ein virtueller Jahresauftakt startet mit einem Rückblick

Kim: „Noch vor dem Jahresrückblick starten wir den Kick Off mit einem Check-In. So könnt ihr eine persönliche Ebene herstellen. Für kleinere Leadership-Teams mit bis zu fünf Personen könnt ihr eine direkte Fragerunde machen. Die Fragen können z.B. lauten: „Was hat heute deine Aufmerksamkeit erregt?“ „Was war dein Highlight letztes Jahr, was war eher ein Tiefpunkt für dich?“ Die Fragen können aber auch rein persönlich sein: „Was war der schönste Ort, an dem du jemals gewesen bist“ oder „Wähle ein Objekt in deinem Home Office und erzähle den anderen, warum es dir wichtig ist“. Bei mehr als fünf Teilnehmern könnt ihr Tools wie Menti oder ahaslides, einsetzen und auch mit Stimmungsbildern arbeiten. Hier geht es darum, dass jeder Teilnehmer schon mal aktiv geworden ist.“

Birgit: „Nach dem Check-In geht es dann an die Retrospektive. Eine Reflektion der Learnings aus dem letzten Jahr hilft, im neuen Jahr noch effizienter und besser zu werden. Passend hierzu könnt ihr eure Retrospektive auf einem digitalen Whiteboard, z.B. mit Conceptboard, Mural oder Miro durchführen.“

Kim: „Kernfragen bei einer Retrospektive sind z.B. Was lief gut? Was lief nicht so gut? Was wollen wir konkret ändern? Was waren die Gründe, dass es gut oder nicht so gut lief? Die Retrospektive ist eine konstruktive Basis, um das vor euch liegende Jahr anzugehen und es können sich alle mit Feedback beteiligen.“

Vorlage als PDF downloaden (um es an Teammitglieder zu schicken)Vorlage als JPEG downloaden (um es als Hintergrund im digitalen Whiteboard zu verwenden)
Berg & Macher virtueller Jahresauftakt Retrospektive

Virtueller Jahresauftakt: Setzt auf eine gute Inszenierung und interaktive Online-Teamübungen

Kim: „Um Inhalte, Inszenierung und virtuelle Teamübungen für den virtuellen Jahres-Kick-Off aufzusetzen, der zu greifbaren Ergebnissen führt, empfehlen wir einen Facilitator einzusetzen. So kann sich das gesamte Team inklusive Führungskraft bei der inhaltlichen Erarbeitung einbringen und die erfolgreiche Durchführung an eine neutrale Begleitung abgeben. Der Blick von außen hilft zudem, voranzukommen, solltet ihr mal ins Stocken geraten. Als erfahrene Facilitator für virtuelle Workshops begleiten wir euch kompetent und mit viel Energie. Sprecht uns einfach an.“

Wir freuen uns auf eure Nachricht!

Mit einem Inspirations-Jahresauftakt Motivation, Transparenz und Klarheit vermitteln

Birgit: „Manche Geschäftsführer von Mittelstandsunternehmen und großen Konzernen ziehen es vor, zunächst mit einem Inspirationsformat in das neue Jahr reinzustarten. Diese Art von Jahresauftakt gibt dem Geschäftsführer die Möglichkeit, einen Ausblick auf das Jahr zu geben, einen transparenten Einblick zu möglichen Veränderungen zu geben, Dank und Wertschätzung auszusprechen und Klarheit zu schaffen. Der partizipative Anteil folgt hier erst in nachgelagerten Formaten.“

Virtueller Jahresauftakt: 3 Bonus-Tipps, um dein Team zu begeistern

Birgit: „Zum Abschluss gibt es drei Bonus-Tipps von uns:

  1. Beachtet eine klare Trennung von Rückblick und Ausblick: Ein Rückblick am Anfang ist zwar gut, danach ist es aber wichtig, einen bewussten Cut zu machen und nach vorne zu blicken. Die Pläne für das neue Jahr sollten nach vorn gerichtet sein. Deshalb sollten auch Ehrungen von Mitarbeitern vor der Pause durchgeführt werden, bevor es dann um die zukunftsgerichteten Themen für 2021 und danach geht.
  2. Vermittelt eure klare Unterstützung aus der Geschäftsführung heraus für die neuen Themen:Zum Jahres-Kick-Off bietet sich die schöne Möglichkeit, dass das Leadership-Team vermittelt, wo sie sich für das gesamte Team einsetzt: Welche Hindernisse werden aus dem Weg geräumt, damit dem Team der Rücken für die wichtigen Themen freigehalten wird? Wie werden die Teams unterstützt?
  3. Plant einen sehr motivierenden Abschluss eures Jahresauftaktes ein: Die Inszenierung sollte es euch ermöglichen, mit etwas sehr Positivem auszusteigen. Euer Team soll sich positiv an den Auftakt erinnern. Baut deshalb am Besten zum Schluss nochmal Elemente ein, die nochmal Energie freisetzen, die einen Motivationsschub und Lust fürs Jahr schaffen.“
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Über Birgit Ströbel:

Nach vielen Jahren als Gründerin großer Internetportale und Unternehmerin begleitet Birgit Ströbel heute erfolgreiche mittelständische Unternehmen zu zukunftsfähigem Wachstum. Sie begleitet Veränderungsprozesse im Rahmen der Digitalen Transformation mit den Schwerpunktthemen Visionsentwicklung, Organisationsentwicklung, Modern Leadership und Unternehmenskultur. Daneben ist sie aktiv in der Startupszene und unterstützt Gründer als Business Angel mit Kapital und Knowhow.

Über Kim Wlach:

Kim hat das Unternehmen Berg & Macher gegründet, um Arbeit für Menschen und Organisationen zu einem motivierenden und wertschätzenden Ort zu machen. Als Experten für agile Organisationsentwicklung, New Work und Unternehmenskultur begleitet und berät Berg & Macher Unternehmen bei der Transformation und bei der Purpose- und Leitbildentwicklung.

Kim Wlach Geschäftsführerin

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