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Transformation der Arbeit, Agile Organisationen und Arbeitswelt der Zukunft

Arbeitswelt der Zukunft – Was bedeutet das? Die Welt in der wir arbeiten verändert sich, und so auch die Räume und Orte unserer Arbeit. Unternehmen müssen schneller werden, wollen agiler werden und bessere Entscheidungen treffen. Sie haben das Bedürfnis, abteilungsübergreifend arbeiten, Strukturen zu vereinfachen und sich noch mehr auf den Kunden konzentrieren. Den Geschäftsmodelle überprüfen. Wachsen, ohne dabei Leitbild, Purpose und Werte aus den Augen zu verlieren. Um enger zusammenzuarbeiten, verändern wir auch die Arbeitsräume. Wie also sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?

  1. Inspirierende Räume sind wichtig für Veränderungen und öffnen unseren kreativen Horizont.

Im Krisenmodus neigen wir dazu, den Status Quo zu wahren und mit Komplexität zurecht zu kommen. Wie also sollen wir aus diesem Zustand schaffen, Veränderungen anzustoßen? Hier passt das Zitat „Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen.“ (Manfred Grau). Es geht darum, uns gerade jetzt an den eigenen Haaren aus dem Alltag zu ziehen, die Inspiration und Interaktion mit anderen zu suchen, um neue Potenziale zu entdecken.

Der Ortswechsel ist ein Teilaspekt: Wir sehnen uns nach Abwechslung der Arbeitsumgebung (26% geben das in einer Spiegelumfrage an, Spiegel 17.12.2020), genießen den Weg zur Arbeit mehr denn je, schätzen das Büro als Alternative zum Küchentisch. Wir sehnen uns nach sozialem Austausch, Zusammenarbeit im Büro und Inspiration.

 

  1. Die Arbeitswelt der Zukunft wird ein Ort der Begegnung sein: Hier kommen wir zusammen, um die gemeinsame Identität und Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Das Büro ist in der Post-Corona-Zeit vor allem ein wichtiger sozialer Ort. Die physischen Unternehmensstandorte werden noch bedeutsamer, wenn es darum geht die Identität und Werte der Unternehmen zu verkörpern sowie die Unternehmenskultur zu fördern. Das Büro als der Ort für Begegnung und Zusammenarbeit spielt dafür eine wichtige Rolle. Jeder Platz kann zu einem produktiven Arbeitsort werden.

In Bezug auf die Zusammenarbeit stellen wir uns die Fragen: Warum gibt es uns als Unternehmen, was macht uns aus? Welche Werte verkörpern wir als Unternehmen? Wie wollen wir zusammenarbeiten und Entscheidungen schneller treffen?

In Bezug auf neue Arbeitsräume stellen wir uns die Fragen: Wie muss ein Raum gestaltet sein, der ein Gefühl von Zugehörigkeit und Identität entstehen lässt? Und der Zusammenarbeit und Innovation fördert?

Das gilt nicht nur für Unternehmen und Teams, sondern genauso für Freelancer in Coworking Spaces. Auch sie haben ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und gemeinsamen Austausch, für den sie das Homeoffice gerne verlassen.

Das Büro der Zukunft oder der Coworking Space der Zukunft gleicht einem Club: Der Club besteht aus öffentlichen und offenen Räumen, einer Mischung aus Café und Lounge, in denen die Mitglieder des Clubs es sich auf Sofas bequem machen, sich austauschen, „socializen“ und spontan zusammenarbeiten. Die öffentliche Bereiche sind teamübergreifend, aber auch für Externe zugänglich und ermöglichen spontane Begegnungen. Ebenso werden Außenflächen neu gedacht und aktiviert.

Im hinteren Bereich des Clubs stehen möglichst flexible Räume für Workshops zur Verfügung. Die Clubmitglieder können ihr Arbeitsumfeld selbst zusammenbauen, um das Problem des Tages oder der Woche zu lösen.

Ein dritter, privater Teil des Club Office besteht aus Arbeitsplätzen, an die man sich zurückziehen kann. Dieser Anteil an eher klassischen Arbeitsplätzen – wie wir es von vor der Corona-Zeit kennen – ist hier auf ein Minimum reduziert. Denn die konzentrierte Einzelarbeit verlagert sich in das Homeoffice. Die, die daheim nicht konzentriert arbeiten können, da sie keinen Platz oder keine Ruhe haben, weichen wiederum auf Coworking-Spaces oder flexible Teambüros aus. Der Kern des Club Office besteht also aus Flächen für den Austausch und die Zusammenarbeit.

Arbeitswelt der Zukunft Berg & Macher
  1. Die Arbeitswelt der Zukunft lebt von einem Mix aus physischen und virtuellen Arbeitsumgebungen.

Die Arbeitswelt der Zukunft vereint die Arbeit in physischen und virtuellen Arbeitsumgebungen. Im physischen Raum entwickeln wir unsere Identität und Unternehmenskultur gemeinsam weiter. Im virtuellen Raum setzen wir dann unsere Zusammenarbeit fort und bauen auf dem Fundament auf, was wir zuvor gebildet haben.

Die virtuelle Zusammenarbeit bietet auch viele Vorteile: Große, unternehmensweite Formate für Transformationsprozesse, bei denen alle zusammenkommen, sind zum Beispiel schneller möglich umzusetzen. Klasse sind auch die Möglichkeiten der digitalen Kollaborationstools: Wir können hier Ergebnisse auch im Nachgang zur Verfügung zu stellen, danach gemeinsam daran weiterarbeiten und jeder kann von überall aus darauf zugreifen.

Die Arbeitswelt der Zukunft lebt also vom Mix aus physischen und virtuellen Arbeitsumgebungen.

Über Kim Wlach:

Kim hat das Unternehmen Berg & Macher gegründet, um Arbeit für Menschen und Organisationen zu einem motivierenden und wertschätzenden Ort zu machen. Als Experten für agile Organisationsentwicklung, New Work und Unternehmenskultur begleitet und berät Berg & Macher Unternehmen bei der Transformation und bei der Purpose- und Leitbildentwicklung.

Kim Wlach Geschäftsführerin