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Transformationale Führung: Mehr Motivation im Unternehmen

Habt ihr schon mal in einem Team gearbeitet, in dem eine Führungsperson eine klare Vision von den Zielen, eine ausgeprägte Leidenschaft für die Arbeit und die Fähigkeit, die Gruppe mit Energie aufzuladen, vermittelt hat? Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat diese Person bewusst die Bausteine der transformationalen Führung eingesetzt.

Leader mit einem transformationalen Führungsstil sind in den meisten Fällen energiegeladen, enthusiastisch und leidenschaftlich – das überträgt sich auf die Menschen in ihren Teams und sie verhelfen jedem Mitglied einer Gruppe zum Erfolg.

Forschungsergebnisse zeigen eindeutig, dass Teams, die von transformationalen Führungskräften geleitet werden, ein höheres Maß an Leistung und Zufriedenheit aufweisen als Gruppen, die mit anderen Führungsstilen geleitet werden. Ebenso kann dieser Führungsstil nach Studienergebnissen auch einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen im Team und der Organisation haben.

Gründe genug also, um sich dieses Thema genauer anzusehen und zu verstehen, was transformationale Führung ist. In diesem Artikel findet ihr ebenso Profi-Tipps mit leicht umsetzbaren Hacks.

Was ist transformationale Führung?

Transformationale Führung ist ein Führungsstil, bei dem die Führungskräfte die Mitarbeiter ermutigen, inspirieren und motivieren, innovativ zu sein und Veränderungen zu schaffen, die zum Wachstum und zur Gestaltung des zukünftigen Erfolgs des Unternehmens beitragen. Dies wird erreicht, indem die Führungskraft mit gutem Beispiel vorangeht und ein starkes Gefühl für die Unternehmenskultur, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und die Unabhängigkeit am Arbeitsplatz vermittelt.

Transformationale Führungskräfte inspirieren und motivieren ihre Belegschaft, ohne Mikromanagement zu betreiben. Ganz im Gegenteil: sie vertrauen darauf, dass ihre Mitarbeitenden die Verantwortung für Entscheidungen in den ihnen anvertrauten Themenbereichen übernehmen.

Bei der transformationalen Führung handelt es sich um einen Führungsstil, der darauf ausgelegt ist, den Menschen in einem Team mehr Raum zu geben, kreativ zu sein, in die Zukunft zu blicken und neue Lösungen für alte Probleme zu finden.

Moderne Führungskräfte, die diese Leadership Rolle einnehmen, beachten die drei Hauptbausteine der transformationalen Führung:

➡️ Inspirierende Motivation: Findet heraus, was eure Mitarbeitenden antreibt und inspiriert und motiviert sie damit.

➡️ Idealisierter Einfluss: Helft euren Mitarbeitenden, das Gute zu sehen.

➡️ Intellektuelle Stimulierung: Lasst nicht zu, dass eure Mitarbeitenden geistig vereinsamen.

Transformationale Führung

Laut der gängigen Definition zur transformationalen Führung gibt es noch die Facette der individuellen Unterstützung. Diese haben wir jedoch hier im Blogartikel nicht berücksichtigt, da transformationale Führung per se in unserem Verständnis individuelle Bedürfnisse berücksichtigen sollte und die anderen drei Dimensionen generell deutlich wirksamer sind, wenn sie individuell im Führungsverhalten angepasst werden. Wenn ihr jedoch mehr zur individuellen Unterstützung bei der transformationalen Führung wissen wollt, lasst es uns gerne wissen!

In den Profi-Tipps weiter unten findet ihr konkrete Hacks zur Umsetzung der drei Hauptdimensionen im Alltag.

Transaktionale vs. transformationale Führung

Transaktionale Führung ist das genaue Gegenteil von transformationaler Führung – sie beruht auf der Motivation der Mitarbeiter durch Belohnungen und Bestrafungen. Sie erfordert Aufsicht und Leistungskontrolle. Dieses Führungsmodell versucht nicht, innovativ zu sein. Stattdessen ist es darauf ausgerichtet, die Dinge konsistent und berechenbar zu halten. Fehler und Störungen werden genau untersucht. Das übergeordnete Ziel ist es, effiziente, routinemäßige Abläufe zu schaffen.

Dieser Stil eignet sich am besten für Abteilungen oder Organisationen, die Routine und Struktur benötigen. Er lässt aber keine Innovation, Anpassungsfähigkeit oder Zukunftsplanung zu, wie es bei der transformationalen Führung der Fall ist.

Transformationale Führung Transaktionale Führung
Vermittelt die Vision und den Sinn und Zweck der Arbeit. Lob und Anerkennung kommt direkt vom Markt Verspricht Belohnung durch gute Arbeit. Lob und Anerkennung durch die Führungskraft
Inspiriert und motiviert zu einer sorgfältigen Problemlösung. Fördert die intellektuelle Stimulierung durch die klare Kommunikation hoher Erwartungen Beobachtet und sucht nach Abweichungen von der Regel. „Bestraft“ und unternimmt korrektive Maßnahmen („Management by Exception“)
Anreize durch intrinsische Motivation

Anreize durch extrinsische Motivation

Die Relevanz der transformationalen Führung für anpassungsfähige, agile Organisationen

In einer anpassungsfähigen, agilen Organisation ist es essentiell, dass Führungskräfte alle Mitarbeitenden engagieren und motivieren, damit sie zur Entwicklung der Organisation beitragen können. Jeder sollte sich verpflichtet fühlen, einen Beitrag zu leisten, Verantwortung zu übernehmen und zu verstehen, wie wichtig es ist, dass sich die Organisation entwickelt und die Entwicklung aufrechterhalten wird.

Die Schaffung einer solchen Kultur erfordert den bisher beschriebenen transformationalen Führungsstil. Da die Zukunft ungewiss ist und das Unternehmen ständig neue Ideen und Möglichkeiten entwickeln und ausprobieren muss, kann eine Führungskraft nicht kontinuierlich neue Aufgaben aufsetzen, verteilen und deren Umsetzung kontrollieren. Um in einer komplexen, sich schnell verändernden Welt erfolgreich agieren zu können, muss das transformationale Führungsverständnis in Organisationen breiteren Einzug erhalten.

Profi-Tipp für Führungskräfte im Unternehmen

In unserem Profi-Tipp möchten wir euch schnell umsetzbare Hacks darstellen, mit denen ihr die drei Hauptbausteine der transformationalen Führung direkt umsetzen könnt:

➡️ Inspirierende Motivation: Die transformationale Führung zielt primär auf die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden ab – das bedeutet, ihr müsst die inneren, antreibenden Motive eurer Teammitglieder identifizieren. Nutzt dazu persönliche Gespräche und ergründet mit bspw. folgenden Fragen die Motive: Was erfüllt dich? Was wolltest du schon immer machen? Auf was bist du besonders stolz? Was ist dir wichtig?

➡️ Idealisierter Einfluss: Idealisierter Einfluss bedeutet den Fokus auf das Gute zu legen und das langfristige Ziel eines Unternehmens (Vision) und den Daseinszweck (Mission bzw. Purpose) immer wieder herauszustellen. Lass nicht zu, dass Meckern Teil eurer Unternehmenskultur wird. Nutze stattdessen die Macht des „Reframings“, um den Fokus auf positive Aspekte zu legen.

➡️ Intellektuelle Stimulierung: Der höchste Zustand von Produktivität und Zufriedenheit im Arbeiten ist der Flow. Dieser entsteht, wenn die Anforderungen an eine Aufgabe im guten Gleichgewicht zu den Kompetenzen stehen. Vergib also nicht zu simple Aufgaben: dadurch verhinderst du, dass der Flow eintreten kann und es kann stattdessen zum „Bore Out“ führen.

Fazit

Die transformationale Führung bringt effektivere Teams hervor und führt zu einer Zusammenarbeit, bei der sich jedes einzelne Teammitglied wohlfühlt und bestmöglich entwickeln kann. Leader, die mit diesem Führungsstil Teams leiten, nutzen inspirierende Motivation, idealisierten Einfluss und intellektuelle Stimulierung als die drei Hauptbausteine ihrer Arbeit. Das transformationale Führungsverständnis ist folglich eine Grundvoraussetzung für starke, anpassungsfähige Organisationen.

Praktische Links zur transformationalen Führung

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