Wie ein Traditionsunternehmen Strategie, Marke und Kultur zusammenbringt

Kunde:

LOWA Sportschuhe GmbH – Traditionsunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte

Branche:

Sport & Outdoor

Leistungen:
Begleitung und Durchführung einer umfassenden Kulturmusteranalyse. Entwicklung eines wertebasierten Kulturleitbilds. Konzeption und Moderation von Kulturwerkstätten mit Führungskräften. Sparring mit der Geschäftsleitung. Begleitung der Kommunikation & des Rollouts.
Ausgangslage & Auslöser:

LOWA ist ein Traditionsunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte – und einem klaren Blick nach vorne. Mit der Strategie 2030 hat das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt:

  • neue Märkte erschließen
  • neue Zielgruppen ansprechen
  • internationale Expansion vorantreiben

Parallel dazu wurde ein umfassender Markenrelaunch umgesetzt. Schnell wurde deutlich: Wenn sich im Außen so viel verändert, muss sich im Innen etwas mitbewegen.

Die zentrale Frage lautete: Welche Kultur brauchen wir, damit wir unsere strategischen Ziele wirklich erreichen können?

LOWA entschied sich, gemeinsam mit Berg & Macher einen strukturierten Kulturprozess zu starten – eng verzahnt mit der Strategie und Markenrelaunch.

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„Wir haben uns eine klare Strategie gesetzt – und schnell gemerkt: Große Ziele erreicht man nur im Team. Also haben wir uns die Frage gestellt, welche Kultur brauchen wir dafür wirklich? Gemeinsam mit Berg & Macher haben wir nicht einfach Werte entwickelt – wir haben unsere Organisation von innen heraus bewegt. Was uns dabei besonders geholfen hat: der externe Blick, die Fachexpertise und eine Begleitung, die wirklich auf Augenhöhe war.“

– Miriam Hofmann, Personalleitung LOWA

Unser Ansatz: Die Berg & Macher®-Methode

Von Anfang an war klar: Kultur lässt sich nicht direkt verändern. Sie muss verstanden, sichtbar gemacht und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Leitgedanken in der Zusammenarbeit:

  • Vom Verstehen ins Gestalten: Erst zuhören, Muster erkennen, dann Werte und Maßnahmen ableiten.
  • Herkunft und Zukunft verbinden: Die Stärke eines Traditionsunternehmens nutzen und gleichzeitig Raum für Neues schaffen.
  • Partizipation als Priorität: Kultur als gemeinsames Projekt – nicht als Top-down-Kommunikation.

Phase 1: „Wenn LOWA wüsste, was LOWA weiß“ – Bestandsaufnahme

Zu Beginn stand die Frage: Wo stehen wir heute? Statt bei Null zu starten, wurden vorhandene Informationen aus bisherige Mitarbeiterbefragungen, HR-Kennzahlen, interne Richtlinien und weitere Dokumente systematisch gebündelt. So entstand ein klares Bild davon, wie LOWA historisch gewachsen ist, was das Unternehmen stark macht – und welche Fragen für die Zukunft offen sind.

Phase 2: Kulturmusteranalyse – Hören, was wirklich bewegt

Auf Basis der Bestandsaufnahme wurde eine Kulturmusteranalyse durchgeführt, um Haltung, Erfahrungen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden sichtbar zu machen:

  • Fokusinterviews mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen, Standorten und Ebenen – moderiert durch Berg & Macher, um maximale Offenheit zu ermöglichen.
  • Quantitative Befragung der gesamten Belegschaft

Wichtige Erkenntnisse:

  • Starke Fehlerkultur: Mitarbeitende hatten nicht das Gefühl, „keine Fehler machen zu dürfen“.
  • Unklare Zuständigkeiten: Rund drei Viertel gaben an, dass oft nicht klar ist, wer für bestimmte Themen zuständig ist.
  • Hohe Veränderungsbereitschaft: Mehrzahl der Mitarbeitenden wünscht sich mehr Veränderung bei LOWA.

Damit war klar: LOWA verfügt über eine vertrauensvolle Basis und Mitarbeitende, die bereit sind, Kultur aktiv mitzugestalten.

Phase 3: Werteentwicklung – Herkunft und Zukunft verbinden

Aus den Erkenntnissen wurden gemeinsam mit LOWA Werte entwickelt, die sowohl die Tradition als auch die strategische Ausrichtung ins Jahr 2030 abbilden.Vorgehen:

  • Fokusgruppen aus unterschiedlichen Bereichen, Standorten und Hierarchieebenen
  • enge Zusammenarbeit einer Projektgruppe aus HR, Strategie und Marketing
  • bewusste Entscheidung: nicht den externen Markenton zu kopieren, sondern ein authentisches, zu LOWA passendes Werteset formulieren

Das Ergebnis: vier Werte, die Herkunft und Zukunft verbinden. Jeder Wert wurde mit einem klaren Titel, einer verständlichen Beschreibung, sowie konkreten Verhaltensankern hinterlegt: Was bedeutet dieser Wert ganz praktisch im Alltag bei LOWA?

Phase 4: Kulturwerkstätten für Führungskräfte

Damit Werte nicht in der Kommunikation stecken bleiben, wurden sie früh mit Führungskräften operationalisiert:

  • zwei Workshops mit allen Führungskräften
  • eine aktive Rolle der Geschäftsleitung in den Kulturwerkstätten
  • die zentrale Leitfrage: „Was braucht ihr, um die Werte im Alltag mit Leben zu füllen?“

Die größten Erkenntnisse aus den Werkstätten:

  • das Zielbild zur Strategie 2030 war in einzelnen Abteilungen noch nicht klar genug
  • der Wunsch nach bereichsübergreifendem Austausch war groß
Ausblick: Kommunikation & Rollout

Im nächsten Schritt werden die Werte allen Mitarbeitenden vorgestellt. Es folgt:

  • eine Roadshow in allen Abteilungen, um Fragen zu klären
  • ein Gallery Walk an stark frequentierten Orten
  • die Prüfung weiterer Formate wie Wertebotschafter:innen und regelmäßige Führungskräfte-Runden zum Thema Werte & Kultur
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Ergebnisse

Werte mit Substanz

Die vier Werte sind klar beschrieben, visuell verankert und mit Verhaltensankern hinterlegt. Sie dienen als Orientierung für Führung, Zusammenarbeit und Personalprozesse.

Bewusstsein für Kultur

Mitarbeitende sprechen offener darüber, was gut funktioniert – und was nicht. Kultur wird als gestaltbar erlebt, nicht als „gegeben“.

Bereichsübergreifendes Verständnis

Durch Fokusgruppen und Workshops gewinnen Mitarbeitende einen Einblick in andere Bereiche und verstehen besser, wie alles zusammenhängt.

Perspektivwechsel auf Führungsebene

Echte Verantwortungsübernahme wird stärker über Klarheit in Rollen, Zuständigkeiten und Strukturen ermöglicht – ein wichtiger Hebel für mehr Eigenverantwortung im Unternehmen.

Fazit & Ausblick

Kulturarbeit ist kein Sprint und kein Selbstzweck. Was LOWA in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Berg & Macher angestoßen hat, ist mehr als das Erabeiten eines Werte-Sets: Es ist ein neues, gemeinsames Verständnis davon, wie man als Organisation zusammenarbeitet, Verantwortung übernimmt und wächst. Ein großer Mehrwert liegt nicht im Ergebnis allein, sondern im Prozess selbst – in den Gesprächen, die vorher nicht stattgefunden haben und in dem Verständnis füreinander, das gewachsen ist.

Und damit beginnt die eigentliche Reise: Jetzt gilt es, die Organisation Schritt für Schritt in Richtung der angestrebten Zielkultur weiterzuentwickeln.

Lass uns gemeinsam loslegen

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  • Führungskultur

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