Wie ein führender Technologiedienstleister seine Feedbackkultur mit einer mehrstufigen Lernreise nachhaltig verankerte

Kunde:

SOLCOM GmbH ist ein Projektdienstleister für IT-, Engineering- und Bauprojekte. Seit 1994 unterstützt das Unternehmen Kunden bei der Besetzung von Projekten mit qualifizierten freiberuflichen Expert:innen und begleitet den gesamten Prozess von der Anforderungsaufnahme über die Auswahl passender Spezialist:innen bis zur Vertragsabwicklung

Branche:

Projektdienstleister für IT und Engineering

Leistungen:
  • Konzeption einer unternehmensweiten Lernreise für nachhaltige Feedbackkultur-Entwicklung inklusive Transferformaten wie Team-Reflexionen, Buddy Calls und individuellen Übertragungsübungen
  • Entwicklung von Lerninhalten, Videos und Moderationsmaterialien
  • Begleitung interner Unternehmenskultur-Mentorinnen bei der Implementierung der Lernreise
  • Befähigung von Teamleitenden als Multiplikator:innen und Trainer:innen über ein Train-the-Trainer-Format

Feedback ist für Zusammenarbeit, Lernen und Entwicklung zentral. Bei SOLCOM besteht bereits eine grundsätzlich offene und wertschätzende Feedbackkultur. Gleichzeitig zeigte sich in verschiedenen Rückmeldungen und Austauschformaten, dass Feedback im Arbeitsalltag nicht immer konsequent genutzt wird. Insbesondere bei kritischen Themen wurden Gespräche teilweise eher situativ oder reaktiv geführt und es fehlten teilweise gemeinsame Routinen und Werkzeuge, um Feedback noch regelmäßiger, direkter und wirksamer in den Alltag zu integrieren.

Gleichzeitig war klar: Eine lebendige Feedbackkultur ist kein „Nice-to-have“, sondern ein wichtiger Hebel für Zusammenarbeit, Führung und eine lernende Organisation. SOLCOM wollte daher nicht nur Wissen vermitteln, sondern die Organisation wirklich befähigen – mit einem Format, das sich in den Alltag integrieren lässt und spürbare Wirkung entfaltet.

Der Auslöser war entsprechend doppelt:

  • die Stärkung der individuellen Feedbackkompetenz über alle Bereiche hinweg,
  • und die Verankerung einer gemeinsamen Sprache und Haltung zu Feedback in Führung und Teams.

Unser Ansatz: Die Berg & Macher®-Methode

Gemeinsam mit SOLCOM wurde eine mehrstufige Lernreise entwickelt, die nicht auf Frontalbeschallung setzte, sondern auf Aktivierung, Selbstreflexion und Transfer in die Teampraxis. Die Lernreise wurde so konzipiert, dass sie sowohl inhaltlich fundiert als auch organisatorisch skalierbar ist. Zentrale Bausteine waren:

  • Impulsvideos zur Wissensvermittlung
  • Train-the-Trainer-Workshops zur Befähigung der Teamleitenden
  • Team-Reflexion-Sessions für gemeinsames Üben und Transfer
  • Individuelle Reflexionen zur persönlichen Auseinandersetzung
  • Buddy Calls zur Vertiefung
  • – eine klare Wirksamkeitsmessung über Pulse-Checks

Didaktisch folgte das Format einer klaren Logik:

1. Verständnis schaffen

2. eigene Haltung reflektieren

3. im Team üben

4. in den Alltag übertragen

5. Wirkung überprüfen

Besonders wichtig war dabei: Die internen Unternehmenskultur-Mentorinnen und Teamleiter wurden nicht nur eingebunden, sondern gezielt dazu befähigt, die Lernreise selbst intern durchzuführen. So entstand ein Format, das nicht von außen „ausgerollt“, sondern intern getragen wurde.

Umsetzung im Detail

Die Umsetzung erfolgte als Lernreise über mehrere Wochen mit aufeinander aufbauenden Modulen. Durchgeführt wurde die Reise auf Teamebene, angeleitet von der jeweiligen Teamleitung

1. Kickoff und Wirksamkeitsmessung

Zum Auftakt wurde die Lernreise in den Arbeitsalltag eingebettet und die Teilnehmenden auf Ziel, Ablauf und Relevanz vorbereitet. Ein erster Pulse-Check diente dazu, den Ausgangspunkt sichtbar zu machen.

2. Themenschwerpunkt: Feedback geben

Im ersten Lernstrang lag der Fokus darauf, Feedback klar, direkt und wertschätzend zu geben. Dazu gehörten unter anderem:

  • die Unterscheidung von Rückmeldung und Kritik
  • die Reflexion eigener Kommunikationsmuster
  • die Arbeit mit Radical Candor
  • der Einstieg in die Gewaltfreie Kommunikation
  • praktische Übungen mit realitätsnahen Feedbacksituationen

3. Transfer in die Teamarbeit

In den Team-Reflexion-Sessions wurde das Gelernte nicht nur besprochen, sondern auf strukturelle Fragen übertragen:

  • Was hilft uns im Team, Feedback häufiger und besser zu geben?
  • Welche Routinen unterstützen uns dabei?
  • Welche Rollen und Erwartungen sind wichtig?

4. Themenschwerpunkt: Feedback empfangen und verankern

Im zweiten Lernstrang ging es um den Umgang mit Feedback auf der Empfängerseite:

  • das Konzept des Inneren Teams
  • typische Reaktionsmuster beim Feedbackempfang
  • Strategien für einen konstruktiven Umgang mit Kritik
  • Reflexion des eigenen Verhaltens und der inneren Stimmen

5. Train-the-Trainer und interne Befähigung

Ein zentraler Meilenstein war die Befähigung der Teamleitenden als interne Trainer:innen. Im Train-the-Trainer-Workshop wurden sie auf ihre Moderationsrolle vorbereitet, lernten die Inhalte der Lernreise kennen und erprobten die Durchführung der Formate selbst.

Damit wurde aus einem extern begleiteten Entwicklungsprozess ein intern tragfähiges Format, das SOLCOM eigenständig weiterführen kann.

Ergebnisse & Mehrwert

Die Lernreise hat SOLCOM nicht nur ein Format gegeben, sondern eine gemeinsame Entwicklungslogik für Feedbackkultur.

Zu den wichtigsten Wirkungen zählen:

  • Mitarbeitende und Führungskräfte sprechen bewusster, klarer und strukturierter über Feedback.
  • Die Organisation verfügt über einen gemeinsamen Bezugsrahmen für Feedback geben und Feedback empfangen.
  • Teamleitende sind als Multiplikator:innen befähigt, Feedback in ihren Teams strukturiert zu fördern.
  • Feedback wird stärker als lern- und entwicklungsorientiertes Führungsinstrument verstanden.
  • Durch Reflexion, Übungen und Teamformate ist Feedback näher an den Alltag gerückt.
  • Die Lernreise wurde nicht als Einzelmaßnahme gedacht, sondern als kulturelle Investition mit Wirkung.

Ein wesentlicher Mehrwert lag auch in der internen Verankerung: SOLCOM hat nicht nur Inhalte erhalten, sondern eigene Menschen befähigt, die Kulturentwicklung weiterzutragen.

Fazit & Ausblick

Die Zusammenarbeit zeigt, wie Feedbackkultur dann besonders wirksam wird, wenn sie nicht als isoliertes Training verstanden wird, sondern als Lernreise mit Haltung, Übung und Transfer. Für ähnliche Unternehmen liegt die Empfehlung auf der Hand:

  • Feedback nicht nur thematisieren, sondern erlebbar machen
  • Führungskräfte früh als Kulturträger:innen einbinden
  • Lernformate so gestalten, dass sie im Alltag anschlussfähig sind
  • Wirkung über Reflexion und Messung sichtbar machen

SOLCOM hat mit der Lernreise einen starken Schritt gemacht, um Feedback als Teil der täglichen Zusammenarbeit noch besser zu verankern – und damit die Grundlage für eine lernende, verantwortungsvolle Unternehmenskultur weiter zu stärken.

Lass uns gemeinsam loslegen

Wenn du ebenfalls wie SOLCOM eine gelebte Feedbackkultur nachhaltig verankern möchtest, dann sprich mit uns.

  • Feedbackkultur entwickeln
  • Feedback im Teamalltag verankern
  • Führungskräfte als Kulturträger:innen befähigen

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